Krank oder verletzt?

caution

Es gilt die allgemeine Warnung: Sei nicht dumm! Ich bin kein Arzt und spiele auch keinen im Internet. Die unten genannten Vorgehensweisen sind rein informativ. Bitte immer erst einen Arzt konsultieren, bevor einer dieser Ratschläge umgesetzt wird. Keiner von uns ist glücklich, wenn du tot bist.

Cui bono?

Es sollten immer nur Methoden angewandt werden, deren potenzieller Nutzen deutlich über dem Schädigungspotenzial liegen. Was ich damit meine, ist recht einfach erklärt: Jede Kopfschmerztablette bringt das Risiko von seltenen, aber durchaus realen Chancen zur Schädigung deines Körpers mit sich (nachzulesen unter den vielzitierten Risiken und Nebenwirkungen). Hier herrscht ein deutliches Ungleichgewicht zwischen der potenziellen Schädigung, wie beispielsweise Leberschäden, und dem potenziellen Nutzen (keine Kopfschmerzen zu haben). Der Verzicht auf die Schmerztablette mag zwar vorübergehend unangenehmer sein, aber ist deutlich weniger gefährlich und steigert zudem die Widerstandsfähigkeit unseres Körpers gegenüber kleinerer Übel.

Anders sieht es bei Tumorerkrankungen aus. Wenn dich eine Chemotherapie umbringen könnte, der Tumor aber genauso oder noch wahrscheinlicher, dann wählt man die Chemo.

Genau so sollte jedes Mittelchen betrachtet werden, das man zu sich nimmt. Stimmt der Nutzen beim bestehenden Risiko? Wenn nicht, lässt man es lieber weg und vertraut auf die Selbstheilungskräfte des Körpers.

Dieselbe Heuristik sollte man in Bezug auf Arztbesuche anwenden: Gehe nur dann zum Arzt und lass dich behandeln, wenn der Nutzen größer ist als die Wahrscheinlichkeit eines Schadens. Dies schließt Ärztefehler mit ein, betrifft allerdings auch die erhöhte Wahrscheinlichkeit einer Ansteckung, beispielsweise durch resistente Keime. Wegen einer Erkältung geht man nicht zum Arzt. Ein chronischer Schmerz hingegen bedarf einer Behandlung.

Prävention

Wichtiger als die Behandlung akuter Krankheiten und Verletzung ist die Vorbeugung dieser. Lieber vorbeugen, als sich im Nachhinein mit Erkrankungen oder Verletzungen herumärgern. Dafür ist ein Körper nötig, dass sich an Umweltereignisse adaptieren kann und mit äußeren Stressoren zurecht kommt. Das kann ein gesunder Geist in einem starken Körper bieten.

  • ein starkes Immunsystem
  • ein starker und beweglicher Körper
  • ein fitter Geist
  • ein Umfeld, dass den Körper nicht überlastet (durch Burn-Out beispielsweise)

Krankheiten

Erkältung

Bei einer gemeinen Erkältung sollten wir unseren Körper das tun lassen, was er am besten kann: Von alleine heilen. Dieser Prozess lässt sich unterstützen:

  • Ruhen: Schlafen, herumliegen
  • ab und zu Spaziergänge, denn Sonne und Natur wirken unterstützend bei der Heilung
  • viel (insbesondere Ingwer-Orangenschalen-Tee) trinken
danger

Bloß keine Antibiotika nehmen, wenn keine bakterielle Infektion vorliegt. Antibiotika sind enorm potent, wirken aber nicht gegen Viren und machen den Darm platt.

Alzheimer

Gemäß der Koryphäe auf dem Gebiet der Alzheimer-Forschung, Dale E. Bredesen, scheint es aktuell keine alleinige medikamentöse Therapiemöglichkeit für Alzheimer zu geben, die mehr als einen marginalen Einfluss auf das Fortschreiten der Erkrankung besitzt. Er hat aufgrund dessen ein Protokoll entwickelt, welches an zahlreichen Probanden getestet wurde und Erfolge in Hinsicht auf die Genesung oder Stabilisierung von Alzheimer-Patienten geholfen hat:

Alzheimer

DOWNLOAD TABELLE

Quelle: https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC4221920/ (Tabelle ist meine Übersetzung)

Diabetes Typ II

Starkes Energiedefizit, bis die Marker wieder im normalen Bereich sind

Im Jahr 2011 gab es eine wunderbare Untersuchung an Diabetikern. Sie wurden 8 Wochen auf eine Hardcore-Diät gesetzt mit knapp 600 kcal pro Tag. Danach waren alle wichtigen Diabetes-Marker im Normalbereich. Fettgehalt in der Leber in Blut normalisierten sich und die Insulinantwort des Körpers wurde besser - alles durch eine simple Kalorienrestriktion bzw. negative Fettbilanz.

Quelle: https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3168743/

Verletzungen

Sportverletzungen

Allgemein empfiehlt sich folgendes, chronologisch geordnetes Vorgehen:

  1. Ursache der Verletzung feststellen: Dies ist meist eine bestimmte Übung
  2. Belastende Übung weglassen
  3. Sich professionellen Rat bei Experten wie Ärzten oder Physiotherapeuten suchen
  4. Den Rat befolgen
  5. Auskurieren
  6. Sport mit leichtem Gewicht und niedriger Intensität und hoher Wiederholungszahl. Die Belastung soll bewusst niedrig sein. Es empfiehlt sich das sogenannte MEAT-Vorgehen:
    • Movement (Bewegung): Die verletzte Stelle wird mobilisiert, abhängig von der eigenen Schmerztoleranz
    • Exercize (Training): Reha- und Präventionstraining der verletzten Stelle
    • Analgesia (Schmerzfreiheit): Einnahme von Medikamenten, um Schmerz zu kontrollieren und normale Bewegungsabläufe zu ermöglichen
    • Treatment: Physiotherapie
  7. Übergang zum normalen Training:
    • alternative Übungen für verletzte Stellen suchen, um Atrophierung der Muskeln zu verringern. Dafür eignen sich ggf. auch nach Absprache mit dem Experten Isolationsübungen
    • schädigende Übungen, die besonders belastend sind (Kreuzheben, schwere Kniebeuge) weglassen
    • an den eigenen Schwächen arbeiten

Zudem sollte auf eine adäquate Nährstoffzufuhr geachtet werden:

  • mind. 1,5 g Eiweiß pro Kilogramm Körpermasse
  • Multivitamintabletten
  • Kollagen-Hydrolysat oder Gelatine in Kombination mit Vitamin C für optimale Gelenkregeneration

Schadensbehebung

Nach der Einnahme von Antibiotika

Nach der Einnahme von Antibiotika ist der Darm ziemlich hinüber. Zum Wiederaufbau empfiehlt sich die Einnahme von Pre- (alles, was den Bakterien als Nahrungsmittel dienen kann) und Probiotika (alles, was Bakterien liefert).

Prebiotika:

  • Resistente Stärke: Erkaltete Kartoffeln, erkalteter Reis
  • Pektine: vor allem Äpfel, Hagebutten, Zitrusfrüchte
  • Inulin: Yams, Zwiebeln, Topinambur, Artischocke, Schwarzwurzeln
  • Oligosaccharide: Hülsenfrüchte, Milch

Probiotika: Alles mit lebendigen Bakterienkulturen wie beispielsweise

  • frisches Sauerkraut
  • frischer Kombucha
  • frischer Joghurt
  • selbst gemachter Kefir